Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland
Immer mehr Kinder und Jugendliche in Deutschland haben nach Beobachtung von Fachärzten psychische Probleme. "Ängste, Störungen des Sozialverhaltens mit aggressiven Auffälligkeiten und Depressionen stehen im Vordergrund", sagt Joachim Hübner, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Träger Psychiatrischer Krankenhäuser (BAG), in Hamburg. Besonders betroffen seien Kinder aus Familien mit ungünstigem Familienklima und niedrigem sozialen Status. Nach der Untersuchung KiGGS des Berliner Robert Koch-Instituts haben rund 10 Prozent aller Kinder und Jugendlichen psychische Probleme. "Wir haben immer mehr Jugendliche mit psychischen Auffälligkeiten wie dem Borderline-Syndrom oder dissozialen Störungen, denen das Leid anderer wenig ausmacht", sagte der ärztliche Direktor der Hamburger Asklepios Klinik Nord, Claas-Hinrich Lammers. Ursache seien vor allem gesellschaftliche Entwicklungen wie mehr Armut und mehr Drogen- und Alkoholmissbrauch. "Kinder trinken immer früher und immer mehr Alkohol." Wenn dann noch andere Faktoren hinzukämen, könne das auch zu einer erhöhten Aggressivität führen. "Je früher wir solche Störungen behandeln, desto besser", betonte der Mediziner. Allerdings gebe es in der Kinder- und Jugendpsychiatrie zu wenig ambulante und stationäre Fachärzte, beklagte Hübner. "Nur die Hälfte der Kinder und Jugendlichen erhält eine adäquate Behandlung." Die Bundesarbeitsgemeinschaft fordert mehr Geld für diesen Bereich des Gesundheitswesens, um mehr Ärzte einzustellen. Sonst drohe eine Mehrbelastung der Jugendhilfe und damit der Kommunen. Außerdem bestehe die Gefahr, dass die psychischen Erkrankungen sich verstärkten oder Jugendliche mit Störungen des Sozialverhaltens in die Kriminalität abrutschten. "Volkswirtschaftlich können die Belastungen langfristig weit höher liegen als jetzt Mittel erforderlich sind, um die Qualitätsstandards der Krankenhausversorgung zu gewährleisten", sagte Hübner.
Das Robert-Koch-Institut stellt zu diesem Thema weiterhin fest:
"Kinder und Jugendliche stellen in Deutschland mittlerweile diejenige Altersgruppe dar, die am häufigsten von Armut bedroht ist. Eine Armutslage in der Kindheit bedeutet einen schlechten Start ins Leben und hat oftmals nachhaltige Auswirkungen auf die soziale und gesundheitliche Entwicklung der Heranwachsenden …Eine benachteiligte Lebenslage geht aber nicht zwangsläufig mit Gesundheitsproblemen einher. Ein stabiles und unterstützendes soziales Umfeld, insbesondere in der Familie, Gleichaltrigengruppe und Schule, fördert die Ausbildung eines positiven Selbstbildes und sozialer Kompetenzen und damit den Umgang mit belastenden Lebensbedingungen."
Das Father`s House will dazu beitragen, ein stabiles und unterstützendes Umfeld zu schaffen.
Die ersten Ergebnisse der Studie sind in einer Broschüre veröffentlicht worden, weitere Ergebnisse sind im Internet auf der Homepage der KiGGS nachzulesen.
Für Kinder und Jugendliche gibt es einen eigenen Link:
http://www.kiggs.de/kids/index.html
Das Robert-Koch-Institut stellt zu diesem Thema weiterhin fest:
"Kinder und Jugendliche stellen in Deutschland mittlerweile diejenige Altersgruppe dar, die am häufigsten von Armut bedroht ist. Eine Armutslage in der Kindheit bedeutet einen schlechten Start ins Leben und hat oftmals nachhaltige Auswirkungen auf die soziale und gesundheitliche Entwicklung der Heranwachsenden …Eine benachteiligte Lebenslage geht aber nicht zwangsläufig mit Gesundheitsproblemen einher. Ein stabiles und unterstützendes soziales Umfeld, insbesondere in der Familie, Gleichaltrigengruppe und Schule, fördert die Ausbildung eines positiven Selbstbildes und sozialer Kompetenzen und damit den Umgang mit belastenden Lebensbedingungen."
Das Father`s House will dazu beitragen, ein stabiles und unterstützendes Umfeld zu schaffen.
Die ersten Ergebnisse der Studie sind in einer Broschüre veröffentlicht worden, weitere Ergebnisse sind im Internet auf der Homepage der KiGGS nachzulesen.
Für Kinder und Jugendliche gibt es einen eigenen Link:
http://www.kiggs.de/kids/index.html


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