Wednesday, November 28, 2007

Verfassungsgebende Versammlung

Einladung
zur Verfassungsgebenden Versammlung
Wie am 26.11.07 besprochen, wird sich das Projekt Father’s House in Oberschöneweide als eigenständiger Verein gründen.
Die Satzung eines Vereins hat rechtliche Vorgaben, die wir nicht ändern können. Allerdings können wir innerhalb dieser Vorgaben darüber bestimmen, wie der Verein ausgestaltet werden soll und wie das Leben im Verein aussehen soll. Insoweit ähnelt die Satzung einer Verfassung. Ich lade die Mitarbeiter ein, an der Erarbeitung der Verfassung teilzunehmen.

Das erste Treffen findet am 01.12.07, 14.00 Uhr statt.

Folgende Tagesordnung schlage ich vor:

1.) Konstituierung der Verfassungsgebenden Versammlung
Festlegen der Teilnehmer; Aufgabenverteilung

2.) Geschäftsplan der VV

3.) Brainstorming

Saturday, November 10, 2007

Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland

Immer mehr Kinder und Jugendliche in Deutschland haben nach Beobachtung von Fachärzten psychische Probleme. "Ängste, Störungen des Sozialverhaltens mit aggressiven Auffälligkeiten und Depressionen stehen im Vordergrund", sagt Joachim Hübner, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Träger Psychiatrischer Krankenhäuser (BAG), in Hamburg. Besonders betroffen seien Kinder aus Familien mit ungünstigem Familienklima und niedrigem sozialen Status. Nach der Untersuchung KiGGS des Berliner Robert Koch-Instituts haben rund 10 Prozent aller Kinder und Jugendlichen psychische Probleme. "Wir haben immer mehr Jugendliche mit psychischen Auffälligkeiten wie dem Borderline-Syndrom oder dissozialen Störungen, denen das Leid anderer wenig ausmacht", sagte der ärztliche Direktor der Hamburger Asklepios Klinik Nord, Claas-Hinrich Lammers. Ursache seien vor allem gesellschaftliche Entwicklungen wie mehr Armut und mehr Drogen- und Alkoholmissbrauch. "Kinder trinken immer früher und immer mehr Alkohol." Wenn dann noch andere Faktoren hinzukämen, könne das auch zu einer erhöhten Aggressivität führen. "Je früher wir solche Störungen behandeln, desto besser", betonte der Mediziner. Allerdings gebe es in der Kinder- und Jugendpsychiatrie zu wenig ambulante und stationäre Fachärzte, beklagte Hübner. "Nur die Hälfte der Kinder und Jugendlichen erhält eine adäquate Behandlung." Die Bundesarbeitsgemeinschaft fordert mehr Geld für diesen Bereich des Gesundheitswesens, um mehr Ärzte einzustellen. Sonst drohe eine Mehrbelastung der Jugendhilfe und damit der Kommunen. Außerdem bestehe die Gefahr, dass die psychischen Erkrankungen sich verstärkten oder Jugendliche mit Störungen des Sozialverhaltens in die Kriminalität abrutschten. "Volkswirtschaftlich können die Belastungen langfristig weit höher liegen als jetzt Mittel erforderlich sind, um die Qualitätsstandards der Krankenhausversorgung zu gewährleisten", sagte Hübner.

Das Robert-Koch-Institut stellt zu diesem Thema weiterhin fest:

"Kinder und Jugendliche stellen in Deutschland mittlerweile diejenige Altersgruppe dar, die am häufigsten von Armut bedroht ist. Eine Armutslage in der Kindheit bedeutet einen schlechten Start ins Leben und hat oftmals nachhaltige Auswirkungen auf die soziale und gesundheitliche Entwicklung der Heranwachsenden …Eine benachteiligte Lebenslage geht aber nicht zwangsläufig mit Gesundheitsproblemen einher. Ein stabiles und unterstützendes soziales Umfeld, insbesondere in der Familie, Gleichaltrigengruppe und Schule, fördert die Ausbildung eines positiven Selbstbildes und sozialer Kompetenzen und damit den Umgang mit belastenden Lebensbedingungen."

Das Father`s House will dazu beitragen, ein stabiles und unterstützendes Umfeld zu schaffen.

Die ersten Ergebnisse der Studie sind in einer Broschüre veröffentlicht worden, weitere Ergebnisse sind im Internet auf der Homepage der KiGGS nachzulesen.
Für Kinder und Jugendliche gibt es einen eigenen Link:

http://www.kiggs.de/kids/index.html

Thursday, November 08, 2007

Muss Outreach aufgeben?

Die Einrichtung Outreach ist seit langem ein wesentlicher Bestandteil der Kinder- und Jugendarbeit in Schöneweide. Nachstehend geben wir das Schreiben wieder, welches uns jüngst erreichte.
Solidaritätsschreiben können gerichtet werden an:

Outreach, Mobile Sozialarbeit mit Kindern
Edisonstr.16a
12459 Berlin
www.outreach-osw.de

Sehr geehrte Kooperationspartner,

wie die Meisten von Ihnen wissen, ist das Projekt der sozial-integrativen Arbeit mit Kindern von Outreach in Oberschöneweide ein vom Quartiersmanagment unterstützes Projekt, welches - so wie andere vom Programm Soziale Stadt geförderten Projekte- zu Ende des Jahres ausläuft.

Aus dem Grund, daß eine Weiterführung-zwar von allen Seiten gewünscht- momentan finanziell noch nicht abgesichert ist, werden wir alle unsere Aktivitäten bis Ende November abschließen. Der Dezember wird der Evaluation und Dokumentation gewidmet sein. Daher bitte ich Sie keine weiteren Kinder und Familien an uns zu vermitteln, da wir über den Dezember hinaus die Weiterführung der Angebote, Hilfen und Beziehungen nicht garantieren können und wir plötzliche Beziehungsabbrüche und Prozesse vermeiden wollen.

Die bestehenden Gruppenangebote finden im November noch statt. Für die teilnehmenden Kinder wird -so vorhanden- nach Integrationsmöglichkeiten gesucht, bzw. werden die bestehenden Integrationsprozesse verstärkt.

Die Einzelfälle und Familientherapien, die wir betreuen werden zum Dezember hin abgeschlossen, bzw. bei Kapazitätsmöglichkeit von dem SofJa Programm weiter geführt.

Die aufsuchende Arbeit, die mobile Fahrradwerkstatt, das Sportangebot, die Mädchengruppe, die Musikgruppe und das Klettern findet ab Dezember nicht mehr statt.

Bitte geben sie diese Informationen weiter an Familien und Kooperationspartner, die nicht in diesem Verteiler sind. Bei Nachfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen,

im Namen des Teams der Mobilen Sozialarbeit mit Kindern von Outreach

Verena Heidenreich